13
Mai
2008

Aufgeschnappt

Ich habe kürzlich gelesen, dass laut einer amerikanischen Studie Frauen, die viele Liebesromane lesen, angeben ein aufregenderes Sexualleben in ihrer festen Beziehung zu führen als jene, die nicht in diesen Lektüren schmökern .

Vielleicht könnte sich manches Pärchen die teure Paarberatung sparen, wenn Frauen (- wie Männer?!) sich dieser Literatur widmen.




Lesen beflügelt die Phantasie.

...

Wenn ich mir derzeit die Nachrichten durchlese kommt mir immer wieder der Gedanke, was es doch für ein Vorrecht ist hier, an diesem Flecken auf der Erde zu leben!
Keine großen Naturkatastrophen. Kein Krieg. Keine existentiellen Sorgen.
Meine Kinder können vollkommen unbeschwert aufwachsen.





Danke, Gott.

7
Mai
2008

Kribbel, kribbel, juck, juck

Er ist wieder da! Und ich kann diesen Vorboten des Sommers echt nicht ausstehen.


Ehlender Heuschnupfen, du!

29
Apr
2008

Oh happy day ....

Dieser Tag ist nicht wie jeder andere,

denn es riss einfach nicht ab.....

...am Wochenende gab es einen heftigen Riss durch meinen Backenzahn, die Hälfte landete in meinem Magen, heute ernährte ich mich von einem Provisorium auf meinem Zahn, das eigentlich meinen Zahn nach überstandener Wurzelbehandlung von gestern schützen sollte,

...das Wohnzimmer ist vollkommen abgerissen, praktisch entkernt und ich lebe im Staub, wir renovieren,

...ein blöder Kieselstein meinte heute in der Windschutzscheibe unseres Autos zu landen, Ergebnis ein 30 Zentimeter Steinschlagriss.



Doch zum Glück rissen die netten Glückwünsche nicht ab!!!



Happy Birthday to me!

24
Apr
2008

Matschmänner

oder "Die Molche sind los."

Jedes Jahr um diese Jahreszeit kommen sie wieder, die kleinen echsenartigen Wesen. Grund genug für die Kerle raus auf das Feld zu ziehen und im Tümpel nach den winzigen Wesen zu grapschen. Es ist ein richtige Wettkampf: Wer hat am Ende mehr Molche in seinem Eimer?

Bis zu dreißig Dinger werden dann stolz der Mama präsentiert. Diese freut sich natürlich von Herzen über den Familienzuwachs,
vor allem freut sie sich aber über das erste Paar Schlammschuhe, dass sie nur noch in die Tonne drücken konnte, die Gummistiefel, die außen wie innen nass sind, und die Hosen, die sie einfach so in die Ecke stellen kann, so wie die Waschmaschine, welche zum zweiten Mal die Jacken in zwei Tagen wäscht. Daneben lacht ihr Herz über ihre Dusche, die aussieht als ob sie gerade für eine Schlammkur missbraucht wurde.


Aber Mutter gönnt ihren Kerlen natürlich die Begegnung mit der Natur. *seufz*

Die Kraft der Gedanken

Ab jetzt denk ich nur noch ...





an's Essen.

18
Apr
2008

Urkunden

"Yeeeeaaaah!" stürmt er mit der Urkunde davon. Gerade hat er mit seiner Gruppe den ersten Platz in einer Disziplin eines Turniers gemacht. Es war ein Gruppensieg, aber er läuft mit dem 1. Platz-Papier davon als ob es sein eigener, höchstpersönlicher Sieg wäre. Mein Lächeln begleitet ihn.

Urkunden.

Mein großer Kerl war auch total begeistert von seiner ersten Urkunde. Es war das Papier zu einem Unicef-Spendenlauf. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, wusste ich doch, dass ich einiges an Geld für diesen Schein gelatzt hatte, aber er fand ihn großartig. Danach heftete er noch die Urkunde über die bestandene Judo-Prüfung an die Wand. Es folgten zig Leseurkunden und eine Bundesjugendspiele-Teilnahmeurkunde - die ganze Wand war damit zugepflastert und der kleine Mann war über jede stolz wie Oskar.
Sie gaben ihm Aufwind.

Ich selber hätte als Kind auch gerne einmal so eine Urkunde erhalten. Jedes Jahr fanden die Bundes-Jugend-Spiele statt. Mein sportliches Talent reichte nie für so ein Papier. Nix bekam ich. Äußerlich stand ich dort drüber - wußten meine Klassenkameraden doch sowieso, dass ich mehr einem nassen Mehlsack im Sportunterricht glich -, aber gefuchst hat es mich innerlich doch. Angestrengt habe ich mich nämlich immer, puterrot war mein Gesicht. Nur meine Begabung lag nun wirklich auf einem anderen Gebiet.

Urkunden - Zeichen dafür etwas erreicht zu haben. Sie signalisieren dir, dass die anderen es auch gemerkt haben: Du hast dich in einer Sache engagiert und Fortschritte gemacht. Dich entwickelt. Vielleicht bist du sogar richtig gut. Urkunden sind wie ein kleiner Wegweiser, ein Feedback, das dir hilft deine Stärken zu entdecken.

Letztes Jahr habe ich meine erste Urkunde meines Lebens erhalten. Sie galt der Teilnahme beim Halb-Marathon in Köln. Ich habe diese Urkunde aufbewahrt. Aber ehrlich gesagt, hat sie mir nicht so viel bedeutet. Kann es sein, dass sich im Alter die Papiergläubigkeit verliert? ;-) Ist schon merkwürdig. Das Event war mir wichtiger. Es war einfach ein tolles Erlebenis.

Aber wenn ich mir anschaue, wie so ein kleines Stück Papier einem Kind Flügel verleiht, so wünsche ich mir viele solcher Zettel, weil sie so wunderbar das Selbstbewußtsein stärken und den Glauben daran etwas erreichen zu können.

Der Junge, der heute Abend mit seiner "Team"-urkunde davonlief ist ein absoluter Schulversager, hat nur Stress mit seinen Eltern und den Lehrern. Manchmal auch mit mir. Aber ich wette, heute Nacht schläft er mit der Urkunde auf seinem Kopfkissen. ;-))

14
Apr
2008

Menschenfurcht

Oh, früher hatte ich sehr viel Furcht vor anderen Menschen. Ich glaube, diese Sorge war meistens vollkommen unbegründet, weil ich umgeben war von vielen, die mir sehr wohl gesonnen waren. Aber Furcht hatte ich dennoch.
Ich habe es gehasst, den Smalltalk zu bedienen, weil ich diese ach so simple Kunst nicht beherrschte. Ich stand daneben und habe geschwiegen und einfach zugehört. Das wiederum brachte mir oft das Vorurteil ein, ich sei hochnäsig. Doch es war pure Furcht davor, ertappt zu werden, das Falsche zu sagen und alle merken es: Merken, dass deine Allgemeinbildung unterirdisch ist, du dir schlecht Namen merken kannst und deine Interessen nicht gerade populär sind.
Wer den ersten Schritt tat und sich auf mich einließ, konnte mich entdecken, merkte, dass ich sehr wohl eine Meinung hatte. Aber meistens waren es tiefsinnige Gedanken dazu, dass ich das Leben als schwer empfand.

Heute habe ich ein Stück meiner Menschenfurcht abgelegt. Dabei muss ich aber gestehen, dass der Mann an meiner Seite nicht unbeteiligt an dieser Entwicklung war. Sein Horizont war immer breiter als meiner, er kannte viele, darunter auch Hochrangige, Vips, ... und spätestens als ich mit unserem Bürgermeister in seinem Garten Eis essen durfte und mit Esther Schweins am Buffet rumalberte, habe ich ein wenig von dieser Furcht abgelegt.
Es sind doch nur alles Menschen, sie bringen ihren höchsteigenen Probleme mit, aber sie haben verstanden ihre Talente, ihre Begabungen an der richtigen Stelle einzusetzen und haben ein Stück ihrer höchstpersönlichen Karrierleiter erklommen.

Richtige Furcht vor den Menschen habe ich nicht mehr. Ich habe Achtung vor denen, die in ihrem Leben richtig was erreicht haben, weil ich weiß, das dahinter oft viel Einsatz, Fleiß und vielleicht sogar Schweiß steckt. Nein, Furcht ist es nicht.

Nur diesen elenden Smalltalk, den beherrsche ich immer noch nicht.

(Ich weiß)

(Ich weiß, ich weiß, dass meine Schrift schrecklich ist. Tut mir leid.)

Ich habe heute diese kleine Bemerkung unter dem Diktat des Großen gefunden.


Darunter in Rot die Antwort der Lehrerin:

Jawohl, mein lieber x, deine Schrift ist schrecklich, besonders deine a und e kann ich kaum unterscheiden.





Sie war trotzdem gnädig.

11
Apr
2008

Samenspende

Aus der Kategorie peinliche Momente:

Der große Kerl thront morgens auf der Toilette.

"Mama, wie soll das denn funktionieren? Samenspende!"

Äh, ja. Genau.

Mama Momente braucht Zeit, "Einen Augenblick.", geht in die Küche nimmt einen großen Schluck Wasser, ....

Wie erklärt man einem Jungen, der sich wahrscheinlich noch nicht mal gut einen Orgasmus vorstellen kann das denn?

... schluckt und fasst sich ein Herz.

"Also, ..."






Dieser Junge.

10
Apr
2008

Scheffel

"Du sollst dein Licht nicht unter einen Scheffel stellen.", pflegte meine Mutter immer zu mir zu sagen, wenn ich mich nicht traute und an meinen eigenen Fähigkeiten zweifelte. Der Spruch ist eigentlich aus der Bibel und es geht um die Verkündigung des Evangeliums.
Er soll so viel aussagen: Wenn du leuchten kannst , dann leuchte auch.

Dem einen ist es gegeben daran zu glauben, dass er Fähigkeiten und Kompetenzen besitzt. Der andere ahnt, dass in ihm etwas schlummert, aber er glaubt nicht daran, dass es wert ist, herauszuholen und zu präsentieren.

Ich verstecke mich derzeit mal wieder unter meinem Scheffel.
Einmal nur richtig daran glauben, dass ich es schaffen kann, das wünsche ich mir für heute.
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